"... Glückseligkeit sowie Begeisterung mit viel, viel verdientem Beifall."
Leipziger Volkszeitung, 2. Dezember 2014

Josquin des Préz war der Bach seiner Zeit, der herausragende Musiker seiner Epoche. Geboren um 1450 wirkte er als Sänger, Kantor und Komponist in den Musikzentren Europas und war bereits zu Lebzeiten ein Star.

Josquin des PrézErstmalig weltweit wurde das beeindruckende Gesamtwerk Josquins in Leipzig in einem Konzertzyklus zusammenhängend aufgeführt.Über einem Zeitraum von 13 Jahren, von 2004 bis 2017 erklangen u. a. 18 Messen, 60 Motetten und 60 Chansons des Meisters.

Vor allem der renommierte und preisgekrönte Kammerchor Josquin des Préz stellte sich dieser spannenden Herausforderung. 36 Konzerte umfasste JOSQUIN – Das Projekt. Ludwig Böhme, künstlerischer Leiter der Reihe, blickt auf 36 Konzerte mit vielen prominenten und auf Alte Musik spezialisierten Künstlern zurück. Die Projektkonzerte stellten nicht allein die musikalische Schöpfungskraft Josquins dar, sondern vermittelten auch einen lebendigen Eindruck der damaligen Zeit. Für eine spannungsreiche Programmatik der Gesamtaufführung ließen die Musiker den Blick weiter schweifen. In 36 Konzerten wurden Kompositionen aus dem musikalischen Umfeld Josquins sowie Werke der späteren Jahrhunderte bis hin zur Gegenwart einbezogen. Die enorme Bandbreite begann Guillaume de Machaut, führte über Thomas Tallis‘ 40-stimmige Motette „Spem in alium“, Monteverdis Marienvesper, zahlreiche Kantaten und Oratorien Johann Sebastian Bachs bis hin zu Franz Schuberts 4. Sinfonie, Giacomo Puccinis „Messa di Gloria“ und Poulencs „Gloria“.

In enger Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftler Bernhard Schrammek sowie Willem Elders, Chefeditor der „New Josquin Edition“, entstand ein außergewöhnlicher Konzertzyklus, der den Geist Josquins und seine Bedeutung in unser heutiges Musikleben rückte und auch international von Bedeutung war.



Das Projekt der Gesamtaufführung des Werkes von Josquin des Préz fand auf Initiative des gleichnamigen Kammerchores statt. Ungefähr die Hälfte der Konzerte gestaltete das zwölfköpfige Ensemble selbst. Dabei wurde der Chor – abhängig von den im Programm erklingenden Werken – zum Teil durch weitere Chorsänger ergänzt sowie durch Instrumentalensembles unterstützt.

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